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15 Monate später. Eine Suche nach dem Warum

2. April 2018
Am 15.12.2016 kehrte ich Twitter den Rücken. Es lag Endgültiges in meinem damals letzten Tweet. Nun, 15 Monate später ein Zurück? Eine holprige Suche nach dem „Warum?“.
„Er ist wieder da“ freuen sich die Einen. „War ja klar, sie kommen alle irgendwann wieder“süffisieren die Anderen. Ambivalente Gefühle auf beiden Seiten. Das war zu erwarten.
Aber warum überhaupt? Warum zurück in dieses virenverseuchte Ökosystem Twitter, dem ich noch in Dezember 2016 in vorgenanntem Tweet Sprache als Krankheitserreger attestierte? Was sind meine Beweggründe, einen erneute, vorsichtige Annäherung an dieses Sodom und Gomorra medialer Selbstdarstellung zu begehen?
Nein vermisst habe ich Twitter in den letzten Monaten wahrlich nicht;
Ich ging stattdessen fremd, wühlte -ganz Wurf- meinen verwaisten Facebookaccount wieder hervor, trieb mich dort in Foren herum, die sich Themen wie „Tauchen in Deutschland“ , „Marsa Alam Fans“ (wg. Tauchen) oder „Genealogie“ verschrieben haben. Ab und an ein geschossenes Foto via Instagram gepostet. Soweit alles Sonnenschein.

Ja, es war keine schlechte Zeit; Ich habe z.B. bei meiner Ahnenforschung einen wahren Fundus an in die USA ausgewanderten Familienzweigen entdeckt und dorthin viel per Messenger & Facebook kommuniziert. Ja, da mache ich mir nichts vor; Ohne die Facebook-verrückten Amis wäre niemals ein Stammbaum-Ast von ca. 700 Personen (dead and alive) alleine in den Vereinigten Staaten entstanden…leider auch Trump-Wähler darunter, aber Sie wissen ja, man kann sich seine Familie nicht aussuchen 😉

Wie dem auch sei, das Grundübel von Facebook war alltäglich präsent;  Oberflächlichkeit, personifizierte Werbung, Müll-News. Und nun der Datenskandal von Cambridge Analytica. Nicht, dass ich mir jemals etwas vorgemacht hätte, was der liebe Zucker-Zwerg mit meinen Interessen vor hatte, aber so dreiste Manipulationsversuche? No thanks.
Ich zog also einen Schlussstrich und löschte meine Accounts. Illusionslos wohlgemerkt, dass wegen #deletefacebook doch noch jemand aufwache im Sunshine State.
Aber zurück auf Twitter? Keine gute Idee schrie ich mich an.
Alles schon vergessen? Die Wunden der vielen bösartigen, oftmals persönlichen Angriffe, die Anfeindungen im Kontext von #mademyday und anderer hier nachlesbaren Aktionen, die ich auf Twitter erleben durfte? Sicher nicht.

Ok, man wird weiser im Alter, sage ich mir, vielleicht auch abgestumpfter oder besser noch debiler; Alles was hilft eben..

Ich werde es also nochmals versuchen; Erneut reinschmecken in diesen süsssauren Sumpf. Es war ja nicht alles schlecht rede ich mir mutig zu und sehe mich nach meinem ersten Post der Neuzeit dann durch die sehr vielen freudigen Wiederhörensbekundungen alteingesessener Follower freudig berührt.

Aller guten Dinge sind also 3; Zurück zu 2. Male mit dem ursprünglichen Namen @Moltroff (hach da werden viele würgen) und vielen guten Vorsätzen, die ich mit den Wörtern „Distanz, Gelassenheit, Dosierung & Ausstiegssoption“ zusammenfasse. Politischer Humor -sofern nicht verlernt- im Vordergrund, das sollte gehen.

Wiederaufleben lassen möchte ich auch einige Postkolumnen, wie den sprichwörtlichen #EinwurfUmAcht, vielleicht auch Blicke ins Leben von Hannes Brahms© dem Regenwurmrüden…mal schauen was wird.

Persönliche Kontakte werde ich -gelernt- auf überschaubares Mass und Dosis reduzieren. Und eine Probezeit habe ich mir auf ärztlichen Rat hin auch verordnet 😉

Auf ein Neues,

Moltroff

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