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Of Moles and Men – Isländer als dreistes Band-Plagiat entlarvt

27. Juni 2013

Man kennt dieses böse Phänomen ja aus der Twitterszene; dort werden Ideen geklaut und ganze Accounts plagiert (wie derzeit z.B. der seinerzeit so beliebtpöbelnde @Griesgraemer-Account, der mittlerweile von einer großen britischen Weichspülmittel-Werbeagentur geführt wird).

Aber das nachstehende Beispiel aus der Musikwelt ist an Schamlosigkeit und geradezu krimineller Energie dann doch nicht mehr zu überbieten. Hier eine kurze Chronologie der Geschichte:

„Best of Underground“-Award für „Of Moles and Men“ vom LA Music Magazine

In 2010 taucht urplötzlich aus heiter-heißem Vulkankegel eine isländische (!) Band am Indie-Pophimmel auf. Deren Mitglieder -allesamt dunkelbiedere Typen vom Stamme der Kampftrolle- behaupten dreistfrech sie stammen aus aus „Reykjavík“ (dabei weiß jeder halbwegs kiffende 4.Klässler, dass der mystische Ort „Reykjavík“ bereits 1943 von Adolf Bofrost in SchEISskaltenberg umgedeutscht wurde).

Egal, jedenfalls gewinnt diese angetaute Tiefkühltruppe dort den nationalen Bandwettbewerb Músiktilraunir (zu deutsch „Island sucht das Superschaf“) und nennt sich fortan Of Monsters and Men. Ich spare mir hier weitere Einzelheiten zu Bandmitgliedern (Mumu die Kampfelfe, Björk und Ice Cube sind jedenfalls dabei) und komme auf den Punkt:

Im März 2012 tingeln Of Monsters and Men durch verschiedene Tiefkühlregale in Nordamerika, bevor Sie Ende April 2012 erstmals in Deutschland aufschlagen und ich zufällig bei einem Konzert in Köln Ende April auf Sie aufmerksam werde. Mich trifft fast der Eisbeutel am Kopf als ich feststelle; Das sind ja WIR! Also nicht in persona, aber de facto:

Rock im Schacht 2012

Diese ranzigen Bofrost-Wikinger kopieren dort auf der Bühne eiskalt und hemmungslos Lieder und Sound unserer seit 1763 bestehenden Underground-Band „Of Moles and Men“ !!

Die von mir zusammen mit Regenwurmrüde Hannes Brahms und Walter Ego gegründete Band hat sich in den letzten Jahren in der Underground- und Darkrockszene einen hervorragenden Ruf erspielt: Auftritte bei den Hells Angels Nights 2011 in Sprockhövel (gemeinsam mit den Spastelruther Ratzen) und Rock im Schacht 2012 (u.a. mit der volkstümlichen Death Metal Band „Valium Silvernailers“) gelten heute bereits als Sternstunden der Musikgeschichte.

Hells Angels Nights 2011 in Sprockhövel

Diesen isländischen Frischluftponys kopieren nicht nur unsere Lieder (z.B. das legendäre „Koks und Nagellack“, dass sie billig in „King And Lionheart“ umbenannt haben), nein Sie fälschen sogar dreistunser letztes Plattencover wie nachstehender Vergleich zeigt.

Original:

Moles_and_Men

Und fiese Fälschung:

tumblr_magh3ca7831rdl569_1347820760_cover

Ich frage Sie: Wo hat sich in der Geschichte des Rock & Mole jemals ein Künstler derart schamlos beim anderen bedient?

Wir haben mittlerweile Anzeige bei Aktenzeichen XY erstattet. Parallel dazu hat unser Agent unter dem Codenamen Skítur Rauður Kontakt zur Band „Of Monsters and Men“ aufgenommen um ihnen anzubieten bei einem unserer nächsten Gigs als Vorgruppe anzutreten. Ohne Gage, in Wikingeruniform und auf kleinwüchsigen Pferden reitend.

Ihr Moltroff.

One Comment
  1. _Mrs_Heart permalink

    Ich lache noch immer! ❤

    Liken

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